Rohre – wir brauchen Rohre

Einen Tag, nachdem das Fundament fertig gestellt wurde, hat sich unsere Firma für die Sanitärarbeiten an die Arbeit gemacht und alle in diesem Schritt nötigen Rohre für Wasser und Co. verlegt. Wenn man sich das aus der Ferne so ansieht (weil man selber nicht vor Ort sein kann), dann wirkt es ein wenig, wie eines dieser Puzzle-Spiele auf dem Handy früher, wo man verschiedene Rohre so drehen muss, dass das Wasser fließen kann 😝

Schon irgendwie komisch, aber es wird sicherlich alles einen Sinn ergeben.

Ein Fundament für unser Haus

Montag Morgen in Niedersachsen, es regnet, drei Wetter …

Ohje, da hat es endlich aufgehört zu frieren und unsere Bauarbeiter müssen jetzt mit dem weltbekannten Schmuddelwetter Norddeutschlands kämpfen. Aber wie heißt es so schön? „Nur die Harten kommen in den Garten“. Und in diesem Fall befinden sie sich sogar sprichwörtlich in unserem zukünftigen Garten.

Heute wurde auf unserem Grundstück das Fundament unseres Hauses in Angriff genommen.

Mein Vater war so gut und hat sogar ein kurzes Video von den Arbeiten aufgenommen, um zu verdeutlichen, bei was für einem Wetter auf der Baustelle trotzdem angepackt wird. Wir sind begeistert.

 

Nun wird es fein – mit der Absteckung

Bauwoche Nummer 2 startete und es passierte – erst einmal nicht viel. Schade eigentlich, dann nachdem es in der letzten Woche endlich losging, hatten wir uns erhofft, dass wir nicht wieder in die Warteschleife geschickt werden. Doch der Montag ging, der Dienstag kam. Wieder nichts neues zu vermelden. Ein wenig komisch. Nun ja, das Wetter hätte schöner sein können, aber es war nicht unmöglich zu arbeiten. Der Dienstag verstrich und es war wieder nichts passiert.

Am Mittwoch bekamen wir dann mit, dass bei unseren Nachbarn auch wieder fleißig gearbeitet wurde. Endlich fand ich die Zeit, um bei unserem Bauleiter anzurufen, denn bei unserem Treffen in der letzten Woche, hatte er uns noch erzählt, dass wir einen Ablaufplan von ihm geschickt bekommen würden. Nun passierte auf unserem Grundstück nichts und wir hatten auch keinen Plan erhalten.

Ein paar Minuten später war ich nicht nur um einige Informationen schlauer, sondern auch einen Plan für die kommenden knapp 4 Wochen in der Hand. Am Donnerstag bzw. Freitag sollte die Feinabsteckung erfolgen, so dass wir im Anschluss endlich auch sehen könnten, wie das Haus in natura von der Größe wirken würde. Doch auch der Donnerstag kam und ging und wieder keine Info von „unseren Spähern“.

Da wir am Freitag relativ früh in die Heimat von Marie fahren mussten, konnten wir leider nicht an einem geplanten Richtfest in unserer Siedlung teilnehmen. Wir waren also wieder auf die Adleraugen der Anderen angewiesen. Und irgendwie war es, als wären sämtliche Netze zusammengebrochen, denn es war still auf den diversen technischen Kanälen. Als wir dann in einer Vollsperrung auf der A1 standen, nutzte Marie die Zeit, um bei meinen Eltern und in unserer Whatsapp-Gruppe nachzufragen. Und man glaubt es kaum, nicht nur die Feinabsteckung hatte stattgefunden, sondern auch der Maurer war bereits da um für das Fundament die passenden Schnüre zu spannen.

Auf einmal war der Bagger da

Bei unserem Termin am Montag meinte unser Bauleiter noch zu uns „der Bagger kommt dann morgen oder Mittwoch“ und so konnten wir wieder kaum die nächsten Tage abwarten und hatten vor Aufregung Probleme zu Schlafen, doch wussten wir nicht, wie (positiv) mit unseren Nerven gespielt wurde.

Insgeheim hatte ich die Hoffnung, dass am Dienstag schon jemand auf unserem Grundstück sei, denn dies sollte der schönste Tag der Woche werden. Die restlichen waren mit viel Regen und Wind (bis zum Orkan) vorhergesagt. Doch irgendwie kam dann doch niemand vorbei.

Am heutigen Mittwoch kam dann gegen Mittag die Info von meinen Eltern, dass kein Bagger zu sehen sei. Ich hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, dass es auch heute nichts wird, denn das Wetter war vormittags echt so unschön, dass man nicht mal seinen Hund nach draußen schicken würde.

Doch auf einmal fing doch tatsächlich jemand auf unserem Grundstück an zu „buddeln“ 🙌  Natürlich wurden wir wieder von unserer liebevollen WhatsApp-Nachbarschaftsgruppe per Foto darauf aufmerksam gemacht. Schnell die Eltern informiert und kurze Zeit später gab es noch mehr Fotos und auch ein passendes Video zu dem, was da auf unserem Grundstück passierte.

Auf den Fotos sieht die Fläche unseres Hauses um einiges größer aus, als wir es am Montag anhand der Grobabsteckung empfunden haben. Wir lassen uns überraschen, wie es in Wirklichkeit aussieht, wenn wir bald wieder in Radbruch sind.

 

Es beginnt mit Höhen und Tiefen

Man mag es nicht für möglich halten, aber den heutigen Tag kann man quasi als Startschuss des Baus zählen. Doch blicken wir ein paar Tage zurück.

Am Donnerstag erhielt Marie einen Anruf von unserem Bauleiter – er konnte ja nicht wissen, dass unsere aufmerksamen Nachbarn uns bereits morgens „die Info gesteckt“ hatten, dass jemand auf unserem Grundstück zu Gange war. So teilte er ihr mit, dass er nun wieder nach seiner gesundheitlichen Auszeit an Bord sei und sich auf dem Grundstück nach der aktuellen Lage erkundigt habe.

Doch eine „schlechte Nachricht“ hatte er auch noch im Gepäck. So informierte er uns, dass die Baufirma, welche ein Doppelhaus auf dem Grundstück neben uns gebaut hatte, mit ihrer Bepflasterung „recht hoch“ sei. Nun mussten wir uns überlegen, wie wir hier weiter vorgehen wollen. Schnell wurde ein Termin für den heutigen Tag ausgemacht. Das Wochenende konnte im Anschluss gar nicht schnell vorbeigehen.

Als wir dann heute an unserem Grundstück ankamen, war unser Bauleiter direkt schon vor Ort und hatte alles für die schnelle Demonstration der Gegebenheiten vorbereitet. Einige mehr oder weniger kurze Messungen später hatten wir Gewissheit, dass wir mit unserem Haus höher ansetzen müssten, als eigentlich gedacht, da die Pflasterung auf dem Nachbargrundstück höher war, als ursprünglich in unseren Plänen vorgesehen. Hat es also doch etwas gutes, wenn man erst „ein wenig“ später anfängt zu bauen und nicht der Erste ist.

Die Lösung des Problems: Das Haus kommt höher, damit die standardmäßigen 15cm zwischen Boden draußen und Fussboden drinnen eingehalten sind und die Gefahr von Wasser im Haus wieder minimiert ist. Alternativ müssen wir uns dann etwas für unsere Auffahrt einfallen lassen, da die des Nachbargrundstücks sich zu uns neigt.

Mindestens genau so unschön stellte sich dann heraus, dass unser Grundstück zu einer Richtung ein doch recht hohes Gefälle hat (ein Unterschied von ca. 30cm). Dies müssen wir dann später bei den Aussenanlagen wieder begradigen.