Estrich und Fliesenbesprechung

Der Titel dieses Mal könnte auch lauten: „Wie man von einem auf den anderen Tag Besprechungstermine auf seiner Baustelle bekommt“. Ja, manchmal ist es schon komisch beim Bauen. Da tut sich gefühlt nicht viel und auf einmal muss alles schnell, schnell gehen. So auch beim Thema Estrich und Fliesen in dieser Woche. Aber werfen wir einen Blick zurück.

Vorletzte Woche wurden die letzten Vorkehrungen getroffen, damit der Estrich in unser Haus kommen konnte und es geschah etwas, dass ich so nicht auf dem Zettel hatte. An einem Samstag war jemand bei uns zu gegen und hat gearbeitet. Das hatten sogar unsere Nachbarn aus Hofkoppeln II mitbekommen und gleich das passende Foto geschickt. Es waren die Arbeiter der Firma Wilhelm Bammann Fußbodenbau GmbH, die uns den Estrich ins Haus brachten, damit alles rechtzeitig seine weiteren Wege gehen konnte. Nun hieß es erst einmal wieder „die Füsse still halten“, denn Estrich braucht halt seine Zeit, bis er belastet werden kann. Also erst einmal keine Besuche mehr und auch keine Arbeiten im Haus.

Als dann am Dienstag jemand von der Firma Fliesen Team Bock bei mir auf dem Handy anrief, war ich ein wenig erstaunt, denn damit die Heizanlage bald ins Haus kann um die Trocknung des Estrich zu unterstützten, sollten wir uns zeitnah mit den Kollegen auf der Baustelle treffen, um die Verlegung der Fliesen im Hauswirtschaftsraum zu besprechen. „Am besten wir treffen uns morgen früh, denn die Fliesenleger kommen um 13 Uhr“. Wir waren jetzt davon ausgegangen, dass der Estrich mehrere Tage, nicht betreten werden darf. Ein kurzer Anruf von Marie bei unserem Bauträger und uns wurde versichert, dass dies ok sei.

Warnung vor Betreten des Estrichs

So trafen wir uns kaum 15 Stunden später bei uns am Haus. Unser Ansprechpartner war bereits vor Ort und wir machten uns direkt an die Positionierung der Fliesen im HWR. Verlegerichtung, Verbund und welche Fuge genommen werden soll – all dies war in wenigen Minuten geklärt. Glücklicherweise hatte er bereits ein paar Exemplare unserer HWR und Badfliesen dabei, so dass wir unkompliziert „am Lebenden Objekt“ sehen konnten, wie sich unsere Entscheidungen auswirken würden. Doch wo wir schon mal so nett beisammen waren, wurde die Gelegenheit genutzt und wir besprachen ebenfalls noch, wie die Fliesen in den anderen Räumen liegen sollen. Nach einer knappen Stunde waren wir fertig und konnten uns wieder auf den Weg zur Arbeit machen. Ein paar aktuelle Bilder aus dem Haus mit Estrich und geputzten Wänden haben wir für Euch natürlich auch.

Auf dem Weg nach Hause klingelte dann das Handy. Unser Ansprechpartner war dran. Natürlich hatten wir doch etwas vergessen zu besprechen. Die Fliesen in der Küche. Doch schnell waren wir uns alle einige, wie diese verlegt werden soll, so dass wir nicht erst wieder zurück fahren mussten, sondern direkt aus dem Auto die letzten Dinge besprechen konnten.

Sanitär Besprechung und die Auswirkungen der Bemusterung

Heute hatten wir erneut einen Termin auf unserer Baustelle. Nachdem unser Termin zur Elektro Besprechung einige Überraschungen bzw. Erkenntnisse für uns hatte, war ich ein wenig in Sorge, was dieses Mal ans Tageslicht kommen würde. Schließlich lief die Bemusterung selber nicht so ganz nach Plan und das daraus resultierende Angebot war „ein wenig“ verwirrend.

Vielleicht kurz zur Erklärung ein Blick zurück. Bereits im September 2016 hatten wir die Badbemusterung hinter uns gebracht, damit es nicht zu einer Verzögerung kommen kann, die wir verschuldet haben. Seitdem passierte nichts. Das genaue Angebot sollte dann von unserer Sanitärfirma kommen. So die Aussage unserer Beraterin damals. Nun ja. Der Frost kam, der Start der Bauarbeiten verzögerte sich, doch als dann endlich alles lief war immer noch nichts von einem Angebot zu sehen.

Auf Nachfrage durch unseren Bauleiter flatterte dann vor wenigen Wochen eben jenes Angebot per Email ins Haus und wir waren ein wenig perplex ob der dort aufgeführten Positionen. Denn auf einmal waren dort Dinge enthalten, über die wir nie gesprochen hatten. Ich habe kein Problem damit, wenn man versucht, ein wenig Upselling zu betreiben, aber bei Produkten, die man gesehen haben muss, finde ich das schon ein wenig dreist. Also fuhren wir vor kurzem erneut nach Buchholz i.d.H und besprachen die Positionen noch einmal.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das neue Angebot passte nun besser, doch im Gespräch mit Herrn Ehlen von der Firma Hans-Jürgen Conrad GmbH aus Scheeßel/Wohlsdorf wollten wir trotzdem noch mal einige Dinge direkt besprechen. Nachdem wir die Luftzufuhr unserer dezentralen Lüftung im Erdgeschoss besprochen hatten, machten wir uns an das Gäste-Bad und Hr. Ehlen zeichnete die Lage der einzelnen Sanitär-Bestandsteile am Boden bzw. der Wand mit roter Kreide auf. Schon irgendwie lustig. So langsam wirkt die Baustelle, als würden wir uns in der Steinzeit befinden und man hätte Wandmalereien hinterlassen. Es ist aber immer wieder super, solche Markierungen zu haben, denn so kann man sich endlich einmal ein genaueres Bild von der Einteilung der Zimmer machen. Gerade im Gäste-Bad konnte man so gut sehen, wie viel Platz zwischen Waschbecken, Dusche und dem WC sein würde.

Auch im Obergeschoss waren die Positionen der Zuluft schnell eingezeichnet und so machten wir uns hier an das Badezimmer. Hier hatte ich während der letzten Wochen schon Sorge, dass unser Handtuchwärmer nicht mehr an seine angestammte Position kommen könnte, denn auf einmal ragten an der dafür vorgesehenen Stelle Leerrohre aus dem Boden. Doch meine Angst konnte mir schnell genommen werden, da die Abluft aus dem Badezimmer hier eh noch ein wenig anders verlaufen würde und somit genug Platz vorhanden sein wird. Bei der Position von Badewanne und Toilette erhielten wir m Gespräch noch einmal gute Tipps für die Position, so dass wir eine für uns optimale Aufteilung im Bad herstellen konnten.

Insgesamt muss man sagen, dass wir hier eine sehr partnerschaftliche Besprechung erhalten haben und es immer wieder gute Ratschläge für uns zu Dingen gab, über die man sich sonst so gar keine Gedanken macht. Nach nicht einmal einer Stunde waren wir auch schon fertig und komplett zufrieden, denn wir sollten im Nachgang noch einmal Bilder zur Duschkabine für das Gäste-Bad bekommen, da man sich bei den einzelnen Varianten (die in der Bemusterung natürlich nicht vor Ort waren) schwer die Unterschiede vorstellen kann.

Achja und noch eine Sache – unsere PV-Anlage wurde während unserer Anwesenheit auf dem Dach montiert. Und das bei 27 Grad Lufttemperatur – nachdem die Woche zuvor abgebrochen werden musste aufgrund von Regen, Wind, Blitz und Donner.
Ich möchte nicht wissen, wie warm das dann heute bei der Montage direkt in der Sonne gewesen sein muss. Die Arbeiter waren ganz schön fertig und konnten sich beim Zuschneiden der Befestigung in unserem zukünftigen Wohnzimmer ein wenig abkühlen. Noch haben wir dort einen der kühlsten Orte, die man sich vorstellen kann. Mal sehen, wie sich das verändert, wenn die Fenster und Türen drin sind.

Bemusterung: Innentüren

Heute haben wir uns noch einmal auf den Weg nach Scheeßel gemacht. Nein, es findet nicht schon wieder Hurricane Festival statt, sondern wir müssen zu Röhrs Baustoffe, um unsere Innentüren zu bemustern. Leider konnten wir dies letzte Woche bei Team Bau Center in Stade nicht direkt mit erledigen, da man dort keine Bemusterung der Türen aus dem Wito-Standard vornehmen kann.

Also wieder nach Scheeßel, wo wir unseren Klinker und die Dachpfannen bemustert hatten. Es kam uns vor, als wären Jahre vergangen seitdem wir das letzte Mal hier waren.

Obwohl wir lediglich die Innentüren bemustern wollten, war die Entscheidung mindestens genau so schwer, wie für alle Fliesen in der vergangen Woche zusammen. Dies lag daran, dass wir keine Musterfliesen dabei hatten, um sie an die in Frage kommenden Türen zu halten. Hinzu kam, dass man bei Röhrs nicht die gleichen Fliesen hatte, wie sie bei Team Bau Center zur Bemusterung standen.

Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass es ein Set an Fliesen gibt und nicht jedes Baustoffcenter seine eigenen – im Standard enthalten – Fliesen hat. Aber die Wahl hatten wir bereits in der letzten Woche getroffen und wir müssen sagen, dass wir uns da völlig richtig entschieden haben.

Ein kurzer Anruf un Stade brachte Gewissheit, dass die Besorgung einer Musterfliese für den von uns ausgewählten Boden ca. 3-4 Wochen dauern würde, da man diese nicht auf Lager hat. Glücklicherweise fanden wir bei Röhrs noch eine ähnliche Fliese, die wir dann kurzerhand unter der Tür platzierten und so die richtige Wahl treffen konnten.

Bemusterung: Fliesen

Die Auswahl des (für einen) richtigen Bauträgers ist quasi nur eine von vielen Entscheidungen, die man beim Bau eines Hauses treffen muss. Heute haben wir uns auf den weiten Weg gemacht, um bei Team Baucenter in Stade unsere Fliesen zu bemustern.

Auch wenn wir einen ähnlichen Grundgeschmack haben, so ist es dann doch nicht ganz so einfach, eine Entscheidung zu treffen, da es am Ende auf Nuancen im Zusammenspiel der Materialien ankommt.

Entscheiden mussten wir uns für eine Fliese die am Boden in Diele, Hauswirtschaftsraum (HWR), der Treppe zum OG und ggf. für die Küche verwendet wird. Darüber hinaus mussten wir uns noch für eine Kombination aus Boden- und Wandfliese für das Gästebad, sowie dem Hauptbad entscheiden. Nach einigem hin und her, aber immer noch in einer passable Zeit von 1 1/2 Stunden haben wir uns für die unten gezeigten Fliesen entschieden.