Innenwände

Bereits kurz nach unserer Besprechung zum Fensteraufmaß machten sich unsere Maurer wieder ans Werk und fingen mit den Innenmauern an, während sie parallel außen die restliche Fläche verlinkerten. Und ich kann Euch sagen, so langsam entstehen die Zimmer uns es wirkt alles sehr viel realer, als noch vor ein paar Tagen. Aber seht selbst.

Fensteraufmaß

Heute waren wir auf unserer Baustelle verabredet. Ein Zustand, den es bisher tatsächlich noch gar nicht so häufig gegeben hatte. Denn bis dato sind wir immer spontan in Radbruch gewesen, ohne einen wirklich baulichen Termin zu haben den wir wahrnehmen müssen. Ja, zum Gießen der Sohle, als die Decke kam und unsere Dachsparren aufgestellt wurden, sind wir vor Ort gewesen, aber das waren alles keine Pflicht- sondern Herzenstermine.

Gemeinsam mit unserem Bauleiter sollte heute nun das Thema Fensteraufmaß angegangen werden. Darunter konnten Marie und ich uns erst einmal nicht viel vorstellen. Deswegen waren wir um so mehr gespannt auf das, was uns erwarten sollte.

Während wir auf unseren Bauleiter warteten, nutzten wir noch einmal die Gelegenheit und warfen einen Blick auf unser Obergeschoss, das mittlerweile auch Außenmauern bekommen hatte.

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Gemeinsam mit dem Bauleiter gingen wir durch unser Haus und entschieden, in welche Richtung sich Fenster und Türen zukünftig öffnen sollen. Viele Dinge blieben so, wie wir sie in der Bauvorbesprechung definiert hatten und sie nun im Grundriss eingetragen waren. Doch die eine oder andere Änderung hat sich dennoch ergeben, jetzt wo man sich die Räume besser vorstellen kann.

Außerdem mussten wir uns nun so langsam einmal entscheiden, welches der verschiedenen von Wito angebotenen Modelle wir nun als unsere Haustür für den Haupteingang nehmen wollen. Vor Ort diskutierten wir noch ein wenig, hatten uns aber bereits daheim für einen Favoriten entschieden, den wir nun nehmen wollten. Aber son 100%ig sicher waren wir uns immer noch nicht, würde diese Wahl den Haupteingang doch nicht so schön klassisch halten, wie wir es bisher immer unser haus wirken lassen wollten.

Unser Bauleiter notierte zwar zunächst unsere Wahl, doch nach reichlichem hin und her entschieden wir uns später noch einmal um, so dass nun Fenster und Türen von Wito bestellt werden können.

Das Richtfest

Nachdem unsere Zimmerer alles gegeben hatten, um das Dach unseres Hauses entsprechend vorzubereiten, war es heute so weit. Wir konnten gemeinsam mit Freunden, Verwandten und den zukünftigen Nachbarn unser Richtfest feiern!

Extra hierfür waren die Eltern von Marie, sowie ihr Bruder zu Besuch gekommen und hatten einen Anhänger (plus das passende Auto) mitgebracht, mit dem sie mich vor dem Büro abgeholt haben. Denn Dank meines Arbeitgebers konnten wir uns zwei passende Sätze Bierzeltgarnitur ausleihen, die wir im „Wohnzimmer“ unseres Hauses aufstellen wollten, damit unsere Gäste in Ruhe essen und trinken können.

Mit den Bierzeltgarnituren ging es noch einmal nach Hause, um die Verpflegung, die Richtkrone und natürlich auch Marie abzuholen. Kurze Zeit später waren wir auch schon auf dem Weg nach Radbruch. Durch den startenden Osterreiseverkehr waren wir dann zwar erst um 15:15 Uhr vor Ort, aber immer noch rechtzeitig, um alles für unser Fest auszuladen und vorzubereiten. Dann noch einmal schnell bei meinen Eltern vorbei, um die gebunkerten Getränke der letzten Wochen und einen zweiten Grill abzuholen. Den ersten konnten wir uns von unserem Nachbarn Hendrik ausleihen – vielen Dank noch einmal dafür!

Wenig später kamen dann auch unsere Zimmerer und unser Bauleiter vorbei, um den offiziellen Teil des Richtfests zu starten. Nachdem Marie und ich bei unseren direkten Nachbarn nebenan dem Richtspruch beiwohnen konnten, ging es nun auch bei uns los und wir müssen sagen, da haben die Zimmerer einen sehr schönen Spruch ausgepackt. Aber seht selbst.

Aufgrund der teilweise stark gewachsenen Staus auf den Autobahnen um Hamburg herum haben es leider nicht alle Gäste pünktlich geschafft, fanden aber nach und nach den Weg zu unserem Grundstück. Dies hatte den Vorteil, dass wir einzelne Gruppen durch das Erdgeschosse unseres Hauses führen konnten. Während die Einen eine Tour von Marie genossen, konnten sich andere, Dank der Hilfe von Maries Papa, mit Würstchen versorgen lassen.

Da meine Eltern auch noch einen Gas-Heizstrahler dabei hatten und sie, bis auf ein Fenster in der Küche, alle anderen Öffnungen im Wohnbereich mit Plane abgedeckt hatten, ließ es sich trotz der stark gefallenen Temperaturen in den letzten Tagen, gut aushalten.

Am Ende war es ein sehr schönes Fest und wir wollen uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Beteiligten Bedanken, die diesen Tag unvergesslich gemacht haben.

Die Sparren machen das Dach

Heute sind Marie und ich früh nach Radbruch gefahren, da die Zimmerer ihren Weg auf die Baustelle finden sollten, denn wenn morgen das Richtfest stattfinden soll, dann muss ja auch der passende Dachstuhl zu sehen sein.

Da wir nicht genau wussten, um welche Uhrzeit die Zimmerer aufschlagen, sind wir so früh wie möglich hingefahren. So standen wir dann um kurz nach acht auf unserem Grundstück, waren aber noch alleine. Ein kurzer Blick in die gegenseitigen Augen und wir haben uns noch einmal auf den Weg gemacht, um zusätzliches Material für die Richtkrone zu besorgen.

Als wir dann um neun Uhr wieder zurück kamen, war bereits der mobile Kran eingetroffen und sichtlich erfreut, weil wir ihm bestätigen konnten, dass er auf der richtigen Baustelle ist. Wenige Minuten später kamen seine Kollegen dazu und nach einem kurzen Frühstück machte man sich ans Werk, die Sparren vom LKW zu bekommen.

Ein weiterer, spannender Moment, denn so nach und nach fanden die Sparren ihren Weg auf unser Obergeschoss und wieder einmal wirkt unser Rohbau immer mehr wie ein „richtiges“ Haus. Jetzt bekommt man auch noch einmal einen besseren Eindruck davon, wie unser Giebel zur Südseite aussehen wird.

Vorbereitungen für’s Richtfest

Es sind nur noch zwei Tage bis zum Richtfest und Marie und ich haben uns extra Urlaub genommen, um alles vorzubereiten. Der Kühlschrank ist mittlerweile mit Würstchen bis oben gefüllt und wir haben uns heute – neben dem Besuch auf unserer Baustelle – darum gekümmert, alle Einzelteile für die Richtkrone zu besorgen.

In guter DIY-Mentalität und weil wir es nicht eingesehen haben, Geld für etwas zu bezahlen, dass man auch gut selber machen kann, haben wir uns daran gemacht, aus einfachsten Mitteln die Krone selber zu basteln. Als Grundlage diente ein über Ebay Kleinanzeigen erworbener Hula Hoop Reifen in feinstem LillyFee-rosa und eine handelsübliche Dose der Marke Erasco 😉

Mit Draht wurden Dose und der Reifen miteinander verbunden und anschließend mit Zeitungspapier umwickelt (Dumpsterdiving FTW). Anschließend haben wir das Kunstwerk mit Tannenzweigen aus der Umgebung unseres neuen Zuhauses bestückt, die ebenfalls mit Draht fixiert wurden.

Disclaimer: Für die Erstellung der Richtkrone wurden keine Bäume beschädigt.

Während wir mit der Erstellung beschäftigt waren, haben meine Eltern schon einmal einen ersten Teil der Fenster unseres zukünftigen Wohnbereiches mit Planen abgedeckt, damit am Donnerstag der Wind möglichst draußen bleibt.